Ev.-Luth. Martinskirchgemeinde
Lampertswalde-Blochwitz

Herzlich Willkommen 

Liebe Gemeindeglieder!


„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Das sagt Jesus, nachdem er 5000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen satt gemacht hat. Wie das zugegangen ist? Darüber kann man sich den Kopf zerbrechen. Doch auf eine Erklärung kommt es gar nicht an. Das Wunderbare ist, dass alle satt werden, die Jesus Christus begegnen. „Ich bin das Brot des Lebens.“ (Johannes 6,48) – dieser Spitzensatz Jesu gehört in den Zusammenhang unserer Jahreslosung. Bei Jesus finden wir einen gedeckten Tisch. Jesus stillt den Hunger von Leib und Seele – gibt uns das, was wir brauchen und  wonach wir uns von tiefstem Herzen sehnen.  

Wer Jesus begegnet, erfährt: wir sind bei Gott willkommen, alle – ohne Ausnahme. Keinen von denen zu verlieren, die Gott ihm anvertraut hat, das ist Gottes Wille, Gottes Auftrag für Jesus (Johannes 6,39). Dafür lebt er.

5000 teilen das Brot, das Jesus ihnen reicht. Auch wir sollen Brot brechen und es weiter reichen, damit alle das Lebensnotwendige bekommen – tägliches Brot und Gemeinschaft. Andere willkommen zu heißen, Not zu sehen und zu helfen: Die Botschaft von Jesus Christus bleibt leer, wenn wir nicht mit anderen teilen.       

Eine offene Tür – viele Künstler verknüpfen dieses Bild mit unserer Jahreslosung. Jesus Christus heißt uns willkommen: So wie wir sind. Mit allem, was wir mitbringen. Er öffnet uns Türen im Hier und Jetzt – und die Himmelstür.

2022: Noch immer sind Bedingungen daran geknüpft, dass Türen – auch unsere Kirchentüren – sich für uns öffnen. Wir erleben, wie schwer es uns fällt, offen zu sein für Andersdenkende, miteinander im Gespräch zu bleiben. In der Jahreslosung spiegelt sich unsere Sehnsucht nach einem Leben ohne Zugangsbeschränkungen, Einlasskontrollen und Abstandsregeln.

Endlich wieder offen! Viel Hoffnung steckt in dieser Jahreslosung! Sie ist Balsam für die Wunden der vergangenen beiden Jahre.

Teil dieser Hoffnung zu sein – dazu lädt Jesus Christus uns ein, damit auch wir anderen selbst in schwierigen Zeiten mit Offenheit begegnen. Dass uns das gelingt, das wünsche ich uns allen.

Herzlich grüßt Sie Ihre Pfarrerin

Annette Waffenschmidt